Dem schreibenden Ich eine Stimme geben
Gummitwist und Playmobil, Sesamstraße und Sandmännchen, Kassettenrekorder und aufgeschürfte Knie, Latzhose und Kinderladen, Ferienlager, draußen spielen und beste Freundinnen
Lange ist es her, doch lösen diese Worte ungeahnte Assoziationen und Bilder in uns aus. Sie sind Teil unserer ganz eigenen Geschichte und Entwicklung, aber auch unserer Gesellschaft als Ganzes. In diesem Kurs sind Sie eingeladen, Ihrer eigenen Kindheit schreibend neu zu begegnen. Gemeinsam öffnen wir einen Raum, in dem Erinnerungen wieder lebendig werden dürfen – vorsichtig, neugierig und ohne Druck.
Dabei sind Ihre individuellen Erfahrungen, Beziehungen und Gefühle im jeweiligen familiären und sozialen Umfeld ebenso bedeutsam wie die Einbettung des eigene Erlebens in größere gesellschaftliche, popkulturelle, wirtschaftliche und politische Entwicklungen jener Jahre. Wir geben intellektuelle Impulse in Form eines zeithistorischen, multimedialen Vortrags und helfen durch unterschiedlichste kreative Methoden, Ihre Erinnerungen zu aktivieren.
Vor allem aber nähern wir uns schreibend jener Zeit, vertrauten und vielleicht auch überraschenden Momenten: kleinen Szenen, Gefühlen, Erlebnissen und Orten von damals. Aus der Perspektive von heute betrachten wir unsere Erinnerungen, wertschätzen sie, ordnen das Erlebte neu ein und verstehen unser Gewordensein dadurch besser.
Der Kurs erfordert keine Schreiberfahrung , es reichen Neugier, Offenheit für die Methode und die Bereitschaft, sich auf Ihre Geschichte und die der anderen einzulassen.